Vorbereitung


Der Erntevorgang ist sehr zeitintensiv, zudem muss das Endprodukt erst noch einige Tage trocknen, bevor es konsumiert werden kann. Man sollte auf jeden Fall den Berg an Abfall einplanen, der im Hausmüll verstaut werden muss. Wegen der Geruchsentwicklung sollten die Pflanzen einzeln geerntet und bearbeitet werden. Auch nach der Ernte kann die Qualität der Buds beeinträchtigt werden, daher ist jetzt große Sorgfalt angesagt. 



» Ernte & Buds bearbeiten


Marihuana Drinnen, Jorge Cervantes

Das Entfernen der nicht benötigten Blätter ist ein wichtiger Bestandteil und sollte unmittelbar nach Abschneiden des Haupttriebs erfolgen, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Blätter müssen immer mitsamt Stengel entfernt werden - diese faulen sonst ab und können Schimmel verursachen. Mit einer Gartenschere kann man den Haupttrieb der Pflanze abschneiden, um danach weitere (handliche) Abzweigungen abzuschneiden. Jetzt kann kan auch eine feinere Schere benutzen. Zuerst werden die großen Blätter mit der Hand entfernt. Dann kommt eine Bastelschere zum Einsatz, um die kleinen Blätter an den Buds zu entfernen. Dieser Vorgang ist sehr zeitintensiv. Es gibt auch elektronische Erntehelfer, die man an den Staubsauger anschließen kann. Diese kosten allerdings meist über 100€. 



 

» Trocknung


Anschließend können mehrere Seile im Raum gespannt werden, wo die einzelnen Buds aufgehängt werden. Die Buds sollten sich nicht berühren, zudem sollte auch die Abluft weiterhin laufen (wenn auch nur minimal). Die Pflanzen brauchen nun 10-12 Tage, um zu trocknen. Dies muss ebenfalls in Dunkelheit geschehen, da die Pflanzen in dieser Zeit das Blattgrün (Chlorophyl) abgebaut wird, was den Geschmack und Geruch wesentlich beeinträchtigt. Aus diesem Grund verfärbt sich das Cannabis dunkelgrün / grau. Die Trockenphase ist beendet, wenn man die Stile der Buds mit einem Knacken brechen kann. Sind die Buds noch zu feucht, lassen sich die Stile lediglich biegen. Der Lüfter sollte auf geringer Stufe weiterlaufen, ein Ventilator (nicht direkt auf die Buds richten!) untesrtützt das Trocknen zusätzlich.

 

Allgemeines


Wie jede andere Pflanze auch kann die Cannabispflanze Probleme mit Nährstoffen oder Schädlingen bekommen. Da jeder Schädling seine "Lieblingspflanzen" hat, haben wir diese zusammengetragen und geben zudem Tipps zur Bekämpfung. Ebenso detailliert berichten wir über die verschiedensten Anzeichen von Nährstoffproblemen, sprich Über- / oder Unterdüngung. 




 

» Zu viel / wenig Nährstoffe bzw. Dünger


B Bormangel 
Ein Mangel an Bor macht sich bei den obersten Blättern / neu gebildeten Blattpaaren bemerkbar. Diese weißen Mangelerscheinungen (helles grün / gelb) sowie verbrannte Flecken auf.
Ca Calciummangel 
Der Mangel an Calcium macht sich an Blättern mit lochartigen braunen Stellen sowie einer unregelmäßig hellgrünen Farbe bemerkbar. 

Fe Eisenmangel 
An Eisen mangelt es der Pflanze, wenn die Aussenkontur der Blätter "verbleicht" grün aussieht, innen aber noch alles tiefgrün ist. 
K Kaliummangel 

Kaliummangel macht sich an den Blattspitzen bemerkbar: Diese werden gelb / braun und sterben ab. 
Mg Magnesiummangel 

Bei Magnesiummangel verhält es sich ähnlich wie bei Kalium, allerdings fängt es am Ende des Blatts an und "zieht" sich durchs Blatt. 
Mn Manganmangel 

Fehlt Mangan, verfärben sich die Blätter gelblich, bekommen braune Flecken und ziehen sich nach unten zusammen. 
N Stickstoffmangel 

 Ist zu wenig Stickstoff der Nährstofflösung hinzugegeben worden, verfärben sich die unteren Blätter der Pflanze gelb und fallen nach einiger Zeit ab. 
P Phosphormangel 

Bei Phosphormangel treten mehrere Symptome auf: Zum einen können sich Blattspitzen gelb / braun verfärben und nach oben richten, zum anderen können tief dunkelgrüne Stellen am Blatt auftreten. 
zu hoher pH-Wert 

Ist der pH-Wert zu hoch, zerstört man die Nährstoffbahnen in der Pflanze. Dies äußerst sich durch eine Verfärbung der Bahnen und dem Absterben der Blätter. 
S Schwefelmangel 

Bei Schwefelmangel verfärben sich Blätter gelblich, tun dies allerdings vergleichsweise langsam. 
Überdüngung 

Da die Anzeichen unregelmäßig sind, deutet dieses Bild auf eine Überdüngung hin. 
Zn Zinkmangel 

Ist zu wenig Zink vorhanden, verfärbt sich zuerst die Blattkontur und dann das Blatt gelblich, die Blattspitze kann sich krümmen bzw. leicht braun werden.


Zu viel Wasser
Durch Staunässe zieht die Feuchtigkeit in die Pflanze, welches auf Dauer zum Verfaulen der WUrzel / Pflanze führt. 




 

» Schädlinge


Spinnmilben 

Die rote Spinnmilbe(Tetranychus urticae) oder die gefleckte Spinnmilbe sind auf der ganzen Welt als Pflanzenschädling gefürchtet. Auf den ersten Blick ist die rote Spinnmilbe nicht so leicht von der karminroten Spinnmilbe(Tetranychus cinnabarinus) zu unterscheiden, welche gelegentlich in Tomatenzuchten oder Zierpflanzen auftaucht. Bekämpfung: Hohe Luftfeuchtigkeit, niedrige Temperatur, gute Bewässerung der Pflanze, ausreichend Nährstoffe
Nützlinge: Raubmilben, Phytoseiulus persimilis, Amblyseius californicus, Amblyseius swirskii; Raubkäfer: Macrolophus caliginosus; Gallmücke: Feltiella acarisuga 

Die Bekämpfung der Spinnmilben sollte wenn möglich mit biologischen Mitteln erfolgen, um eine spätere Kontamination mit Schadstoffen der zu verwertenden Pflanzenteile zu verhindern. Außerdem wurden bereits die ersten Resistenzen gegen bestimmte chemische Mittel festgestellt. 

Thripse 

Thripse sind schlanke, bis ungefähr 1 mm lange Insekten mit dunkel-gefärbtem Körper und zwei gelblich-braun gestreiften und fransigen Flügelpaaren. Die Larven der Thripse sind sehr hell gefärbt; von durchscheinend weiß bis zu einem sehr hellen Grün-Weiß. Thripse, im Volksmund auch als Fransenflügler, Blasenfüsse oder Gewittertierchen bekannt, sind in Europa mit ca. 300 Arten, weltweit sogar mit bis zu 5000 Arten vertreten. Nicht alle Arten sind als Pflanzenschädlinge bekannt. Mit ihren Mundwerkzeugen durchbohren Thripse die Oberflächen der Zellen und saugen den Zellsaft heraus. Dadurch dringt in die Zellen Luft ein, die betroffenen Stellen verfärben sich deshalb weiß und bekommen einen silbrigen Glanz. Das Schadbild der Thripse ist im Vergleich zu dem der Spinnmilbe erkennbar gröber. Zeigen Spinnmilbenschäden ein eher deutliches rundliches Punktierungsmuster, entwickeln sich die Fraßspuren der Thripse meist als ausgedehntere zusammenhängende Flächen. Nach einer Weile werden die geschädigten Blattbereiche trocken. Sie verfärben sich auch oftmals braun und schwarz, weil in die geschädigten Blätter verschiedene Pilze eindringen. Werden die Blätter stark geschädigt, sterben sie ganz ab. 
Jedenfalls sind die geschädigten Partien der Blätter nicht mehr in der Lage, Photosynthese zu betreiben. Dadurch wird, je nach Ausmaß des Befalls und der Schädigung, die Leistungsfähigkeit der kompletten Pflanze in Mitleidenschaft gezogen. Thripse sind darüber hinaus in der Lage, die Pflanze mit verschiedenen Viren zu infizieren, die die Pflanze auch nach einer erfolgreichen Bekämpfung der Thripse beeinträchtigen können.
Bekämpfung: dauerhaft erhöhte Luftfeuchtigkeit, niedrige Temperatur, Raubmilben: Amblyseius cucumeris, Hypoaspis miles, Hypoaspis aculeifer, Amblyseius swirskii; Florfliegenlarve("Blattlauslöwe"), Chrysoperla carnea, Orius Raubwanzen, Raubkäfer, Atheta coriaria, Neem-Öl 


Trauermücken (Sciaridae, Bradysia paupera) 

Trauermücken sind kleine, 3-5 mm lange, dunkle Fliegen mit langen schlanken Antennen und langen Beinen. Sie treten häufig und vermehrt in warmen und feuchten Umgebungen in der unmittelbaren Nähe von Pflanzen auf. Im Gewächshaus können sie daher das ganze Jahr über zur Last fallen. Die Larven ernähren sich nicht ausschließlich von verrottendem Pflanzenmaterial im Boden, sondern zapfen auch die feinen Wurzeln von Stecklingen, jungen Sämlingen und Jungpflanzen an. Im schlimmsten Fall lösen die Larven durch ihren Fraß also eine Erkrankung durch Pilze aus, die zum Absterben der Pflanze führen kann.
Bekämpfung: Nützlinge: Nematoden


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