Einleitung

Licht bedeutet Leben, auch für unsere Marihuana-Pflanzen. Ausreichend intensive und lange Lichteinstrahlung fördert das Wachstum stark, zudem ist die richtige Dauer der Belichtung auch für das Einleiten der Blütephase verantwortlich. In der Natur spielt die Sonne und ihre Strahlen eine große Rolle für die Pflanzenwelt, da erst durch die Sonnenstrahlen Photosynthese betrieben werden kann. Beim Anbau von Marihuana innerhalb geschlossener Räume muss dieses Licht daher immitiert werden. Hierzu gibt es, je nach Wachstumsphase, verschiedene Lampen. Bevor wir dich mit den nötigen technischen Infos versorgen, möchten wir aber einige Worte zum Prozess der Photosynthese und für die Pflanze wichtige Lichtstrahlen verlieren - denn eine einfache Glühbirne wird die Pflanze nicht zum wachsen veranlassen.

 

Lichtarten

Licht lässt sich anhand verschiedener Wellenlängen (gemessen in nanometer=nm) in Bereiche zwischen ultraviolett und infrarot eingrenzen, die maßgeblich für den Wachstum der Cannabis-Pflanzen verantwortlich sind. Das für Pflanzen verwertbare Licht hat eine Wellenlänge zwischen 400 und 700nm. Licht in diesem Bereich bezeichnet man auch als photosynthetisch wirksame Bestrahlung (engl. PAR = Photosynthetically Active Radiation).

Photobiologen haben die Einheit PAR-Watt entwickelt und eingeführt, um die Lichenergie bestimmen zu können, die eine Pflanze wirklich für ihre Vegetation braucht. Dank der PAR-Watt Einheit ist es möglich eine objektive Messung der durch die Pflanze tatsächlich absorbierten Lichtenergie zu bestimmen. 

Ein gutes Beispiel aus der Praxis sollen das Verständnis für die Tatsächlich aufgenommene Energie durch Licht einer Pflanze verdeutlichen: 
400 Watt Glühbirne = 24 PAR-Watt (24 Watt, die für die Pflanze nutzbar sind)
400 Watt Halogen-Metalldampflampe = 160 PAR-Watt
400 Watt Natriumdampflampe = 130 PAR-Watt

Auch wenn die Lumenzahl einer Natriumdampflampe höher ist, besitzt die Halogen-Metalldampflampe eine 20% bessere Lichtausbeute.

 

Photosynthese

Die grüne Farbe der Cannabis-Pflanze wird durch den Farbstoff Chlorophyll erzeugt. Dieser ist dafür verantwortlich, dass die Cannabis-Blätter aus dem Kohlendioxid der Luft und dem Wasser des Bodens Nährstoffe lösen und verarbeiten kann. Der Träger ist dabei in den Zellblättern, den sogenannten Chloroplasten eingelagert. Genau hier findet auch die Photosynthese statt.

Durch kleine Spaltöffnungen auf der Blattunterseite gelangt Luft in das Blattinnere. Die Lichteinstrahlung regt dann das Chlorophyll an, der Luft Kohlendioxid zu entziehen. Dann erfolgt ein chemischer Prozess, der im Endprodukt Traubenzucker entstehen lässt. Dieser versorgt dann die Pflanze widerrum mit allen nötigen Stoffen.
Die Photosynthese gilt auch als der wichtigste biologische Vorgang auf der Erde.

 

Natriumdampflampen (NDL)

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Sowohl für die Wachstums- als auch bei der Blüte sind Natriumdampflampen (NDL-Lampen) die beste und bewährteste Wahl! Mithilfe zwei verschiedener Leuchtmittel für die unterschiedlichen Vegetationsphasen, welche ein unterschiedliches Farb- bzw. Lichtspektrum besitzen, ist man optimal ausgerüstet. Die Lampen sichern, mit dem passenden Reflektor, eine optimale Lichtversorgung der Pflanzen und bestmöglichen Ertrag zu, haben allerdings auch einige Nachteile: Neben den relativ hohen Stromkosten (30-40 Euro pro Monat) werden die Natriumdampf-Lampen, genauer das Leuchtmittel sowie nicht-elektronische Vorschaltgeräte (VSG's), sehr heiß. Auch die Anschaffungskosten sind vergleichsweise hoch, Bausätze (ohne CoolTube oder ähnliches) sind ab ca. 80 Euro zu haben. Benutzt man keinen CoolTube, ist auf einen Mindestabstand zu den Pflanzen zu achten, dia diese sonst verbrennen können und werden! Ausschlaggebend hierfür ist die Temperatur unmittel an den Pflanzenspitzen. Auch ist wegen der Hitzeentwicklung auf eine ausreichende Kühlung bzw. Luftzufuhr / -abfuhr Wert zu legen! 

Details zur Technik: Die sog. NDL gehört in die Gruppe der Metalldampflampen, mithilfe von Edelgasen (Argon, Krypton, Neon) und Metallzusätzen kommt es zu einer Gasentladung, bei welcher Licht freigesetzt wird. Nachdem beim Start der Lampe ein elektrischer Impuls durch den Glühdraht geht und die umliegenden Edelgase direkt ionisiert, woraufhin diese ebenfalls anfangen die eingespeiste Elektrizität zu leiten & zu leuchten. Die Wellenlängen betragen hier 589 - 589,6 nm.

 

Leuchtmittel & -technik

Sobald die Keimlinge aus dem Boden schauen sollte mit der richtigen Beleuchtung begonnen werden. Ein kapitaler Grundfehler bei der Beleuchtung ist die Annahme, es könne jedes Leuchtmittel zum Heranziehen der Pflanzen benutzt werden. Auch wenn für die Berechnung und allgemeine Angabe der Beleuchtungsstärke die Wattzahl angegeben wird, sind für die "richtige" Beleuchtung andere Faktoren verantwortlich. Neben einer Farbtemperatur von 6500 Kelvin für die Wachstumsphase und 3500 Kelvin während der Blühphase ist die Lumen Zahl entscheident. Hier gilt: Für die Wachstumsperiode 20.000 Lumen, während der Blühperiode ab 50.000 Lumen je m² Anbaufläche. 


Leuchtstoffröhren (LSR)

Durch die günstigen Anschaffungskosten und den geringen Stromverbrauch eignen sich Leuchtstoffröhren, kurz LSR, ideal für die ersten Wochen der Vegetationsphase. Möchte man SCROG / SOG anbauen eignet sich die LSR auch für den kompletten Grow. Steckfertige Amatursysteme gibt es bereits ab ca. 50 € im Handel, ein weiterer Vorteil ist die Nähe zu den Pflanzen: Man kann die Leuchtstoffröhre so nah wie möglich über die Jungpflanzen hängen, um das Licht optimal auszubeuten. Auch bei Leuchtstoffröhren gibt es verschiedene Farbspektren, die sich unterschiedlich gut für Vegitations- und Blütephase eignen! 

Details zur Technik: 
Die sogenannte Leuchtstoffröhre ist eigentlich eine Quecksilber-Niederdrucklampe, welche die durch Entladung entstehende UV-Strahlung nutzt, um Luminophore zum Aussenden von Licht anzuregen. Die längliche, luftleere Glasröhre ist an einem / beiden Enden mit Elektroden versehen und mit Argon sowie Quecksilber gefüllt. Wird Strom zugeführt, verdampft das Quecksilber und es entsteht ein Druck im Leuchtkörper. Die Quecksilberanteile bzw. -atome werden dadurch zur Austrahlung von Licht angeregt. Je nach Füllmenge der Leuchtmittel können verschiedene Farb- und Lichtspektren Einfluss auf die Resonanzlinie des Quecksilbers haben, welche bei 253 nm liegen sollte. Daher kann nicht jede "Baumarktamatur" für die Beleuchtung der Stecklinge / Jungpflanzen benutzt werden! 

 

Energiesparleuchtmittel (ESL)

Mithilfe von Energiesparleuchtmitteln kann man zumindest für die erste Zeit der Vegetation auf eine stromsparende Methode setzen, seine Pflanzen mit Licht zu versorgen. Die Lampen werden nicht so heiß und können näher an die Pflanzen gebracht werden, allerdings hat 1 ESL lediglich 60 Lumen pro Watt, ein Spareffekt aufgrund der hohen Anschaffungskosten ist somit eigentlich nicht gegeben!

Größter Nachteil: Bauartbedingte Eigenabschattung - die Leuchtfläche wird nicht optimal ausgenutzt. 



LED-Technik für Growing

Neuerdings werden auch LED-Amaturen angeboten, welche aufgrund spezieller LED's mit entsprechender Farbtemperatur ebenfalls für die Anzucht von Pflanzen geeignet sind. Auch wenn es eine sehr stromsparende Methode ist die darüber hinaus kaum Wärme erzeugt, ist eine Anschaffung gut zu überlegen. Derzeit kostet allerdings die Anschaffung der nötigen LED's für 1m² Fläche über 400€, sodass ein Ersparnis auf kurze Zeit nicht möglich ist. Zudem steckt die Technik noch vergleichsweise in den Kinderschuhen, daher sollte derzeit noch auf bewährte Techniken gesetzt werden. 

 

Zusammenfassung Licht & Beleuchtung


Eine Kombination aus Leuchtstoffröhren und Natriumdampflampen ist für den Anbau ideal. Wie schon erwähnt wird dabei die LSR für Sämlinge und Stecklinge sowie die ersten Vegetationswochen verwendet, danach (bei einem regulären Grow) sollte dringend eine NDL benutzt werden, da hier die Tiefenwirkung wesentlich besser ist! Auch wenn die Anschaffungskosten relativ hoch sind, lohnt sich die Investition für hochwertige Lampen, Leuchtmittel und Zubehör! Jedes Leuchtmittel verliert nach einiger Zeit immer mehr an Lichtkraft. Auch wenn für das menschliche Auge nur schwer erkennbar, macht sich dies bei Wachstum und Ertrag ebenfalls bemerkbar. Daher sollten Leuchtmittel 1x jährlich oder nach 2-3 Grows gewechselt und erneuert werden.

 

Bewässerung


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Eine optimale Bewässerung ist für Ertrag & Wachstum der Pflanzen unerlässlich. Feuchtigkeit & Nährstoffe gelangen so an die Pflanze, allerdings kann man beim Gießen der Pflanzen auch einiges falsch machen. Auch Sauerstoff gelangt über das Gießwasser / die Nährstofflösung in Erde & Pflanze. Obgleich kaltes Wasser wesentlich mehr Sauerstoff speichern kann, empfiehlt es sich, die Nährstofflösung auf Raumtemperatur zu halten. Bei 22°C ist die Aufnahme der Nährstoffe in der Wurzel am besten, über 25°C sollte das Wasser jedoch nicht sein! Auch zu kaltes Wasser kann die Pflanze schädigen. 

Aber auch die Grundlage, also das Anzuchtmedium, ist enscheinend. Neben der bekannten Blumenerde gibt es viele Alternativen, organisch und anorganisch - vorgedüngt, pH-Neutral oder mit anderen Beschaffenheiten. Neben allen

Pumptropf-Systeme

Durch sog. Micro Tropfer oder aber kleine Löcher in einem dünnen Plastikschlauch gelangen ständig kleine Tropfen Nährstofflösung in die direkte Umgebung der Pflanze. So wird Substrat oder Erde & Wurzelwerk stehts optimal feucht gehalten. Überschüssiges Wasser sollte abfließen können, logischerweise natürlich zurück in den Nährstofftank!

Hydroponik / Hydroponische Systeme

Im Allgemeinen bezeichnet man die Hydroponik als Anbauen von Pflanzen in erdlosen Substraten wie Steinwolle, Cocos, PU-Schaum, Hydrocorrels (Blähton), Perlite und anderen leblosen Substanzen. Es geht also darum, Erde als natürlicher Träger von Nährstoffen und Feuchtigkeit zu ersetzen. Die von der Pflanze benötigten Nährstoffe und Mineralien müssen so über eine Nährstofflösung zugeführt werden. Hier unterscheidet man zwischen passiven und aktiven hydroponischen Systemen, bei denen entweder die Schwerkraft / physikalische Gesetze eine Bewässerung bewirken oder (aktiv) via Pumpe (elektrisch) arbeiten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, bis auf ein Minimum (z.B. für Standfestigkeit) auf Substrate zu verzichten und die Wurzeln ständig von einer Nährstofflösung umspühlen zu lassen. Auch wenn hier viel Erfahrung nötig ist, so kann durchaus davon gesprochen werden, dass dies die beste Möglichkeit ist, Pflanzen schnell aufzuziehen.

 

» Wasser & Gießen


Zuerst sollte man sicherstellen, dass ein Wasserhahn / Frischwasserzufuhr in der Nähe ist. Nichts wäre unnötiger, als Gießwasser noch durchs Treppenhaus zu tragen - oder sogar beim Outdoor-Growing mit bis zur Anbaufläche zu schleppen. Ausgewachsene Pflanzen benötigen ca. 5 Liter Wasser in der Woche, daher sollte man immer auf genügend Reserven achten.

Übergießen

Gerade Anfängern passiert es leider viel zu oft, dass die Samen, Stecklinge oder Jungpflanzen so oft / intensiv gegossen werden. Wer zum Beispiel bei Zimmerpflanzen nach dem Gießen Restwasser im Übertopf antrifft, hat schon übergossen. Auch ist es ein Fehler, die Hanfpflanzen nach einem regelmäßigen Schema zu bewässern. Vielmehr sollte immer mit einem Finger geprüft werden, ob die Erde / das Substrat noch ausreichend feucht ist.

Gerade bei Samen / Jungpflanzen kann das Übergießen verherende Auswirkungen haben. Die sehr empfindlichen Wurzeln können beschädigt werden, zudem sind die Wurzeln und Samen anfällig für Schimmel.

Untergießen

Wer seine Pflanzen zu wenig mit Wasser & Nährstoffen versorgt, macht erst einmal weniger falsch. Da Cannabis als "Unkraut", ähnlich resistent wie Brennnesseln gilt, ist die Cannabispflanze in der Regel sehr robust und wiederstandsfähig. Allerdings sollte nicht erst gegossen werden, wenn die Blätter der Pflanzen herunter hängen. Gerade unter künstlichem Licht verbrauchen die Pflanzen mehr Wasser und können sonst auch schnell verbrennen. Auch das Wurzelsystem der Pflanze vertrocknet und stirbt nach einiger Zeit ab. Die Wurzeln bilden sich zwar neu, allerdings ist während dieser Zeit das Wachstum verringert und die Ernte fällt so weniger ertragreich aus. 

Tontropf-Systeme

Diese Systeme funktionieren über einen Tonkegel sowie einer Unterdruck gesteuerten Ansaugung des Gießwassers / der Nährstofflösung. Der Tonkegel wird in die Erde gesteckt, durch seine Fähigkeit der Feuchtigkeitsaufnahme passt sich der Kegel an die Feuchtigkeit der Erde an, wird der Kegel zu trocken zieht er Luft und erzeugt einen Unterdruck, welcher durch einen nachgiebigen Plastikdeckel der Vorrichtung zurück zu führen ist. Über den kleinen Schlauch wird dann das Wasser angesaugt und an den Tonkegel abgegeben. Somit ist für kleine und mittlere Pflanzen eine ständige und gute Versorgung gewährleistet. Zudem sind diese Systeme sehr preisgünstig. Lösungen für 12 Pflanzen gibt es bereits ab 50€ im Baumarkt und Fachhandel.

Passive Hydrokultur

Mithilfe eines Dorts lässt sich für eine ständige Feuchtigkeitszufuhr sorgen. Diese Methode ist jedoch alles andere als optimal und nur für kleinere Pflanzen geeignet.

Aktive Hydrokultur / Elektronische Bewässerungssysteme

Pumptropf-Systeme

Durch sog. Micro Tropfer oder aber kleine Löcher in einem dünnen Plastikschlauch gelangen ständig kleine Tropfen Nährstofflösung in die direkte Umgebung der Pflanze. So wird Substrat oder Erde & Wurzelwerk stehts optimal feucht gehalten. Überschüssiges Wasser sollte abfließen können, logischerweise natürlich zurück in den Nährstofftank!

Pumpspühl-Systeme

Zum einen benötigt man Fluttische. Diese Methode setzt ebenfalls den Substrat- und Erdlosen Anbau der Pflanzen voraus. Die Hanfpflanzen werden ständig von einer Nährstofflösung umspühlt, das Wurzelwerk befindet sich komplett in der Lösung. Diese Methode garantiert was die Bewässerung anbelangt den bestmöglichen Ertrag und Wachstum der Pflanzen, da diese ständig mit Nährstoffen versorgt werden. Allerdings ist bei dieser Anwendung akribisch auf die Einhaltung der Düngevorgaben sowie den pH- und el-Wert zu achten, zudem dürfen die Wurzeln kein Licht abbekommen! Man sollte die Zufuhr mit frischer Nährstofflösung aus dem Tank an der einen Seite, die Abfuhr des Wassers an der anderen Seite des Behälters / Fluttisches anbringen, falls man nicht auf Fertiglösungen zurückgreifen möchte. 

 

Erde & Substrate


Zum Anbau von Cannabis & Hanf kann man die verschiedensten Anzuchtmedien und Substrate verwendet werden. Am meisten verbreitet sollte dabei die traditionelle Blumenerde liegen, dicht gefolgt von Blähton und Coco. Hier eine Übersicht der verwendbaren Medien:

Blumenerde

Blumenerde ist organisch und besteht in der Regel aus einer Zusammensetzung von: Torfmoos (Sphagnum), Garten-Torf, Wurm Humus & Perlit. Das Torfmoos hat eine wasserspeichernde und antibakterielle Wirkung, zudem kann es auch in geringsten Mengen vorhandene Nährstoffe aus der Erde ziehen, speichern und bei Bedarf an die Pflanze abgeben. Wurm Humus, sprich die Ausscheidungen der Würmer, die biologisch abbaubare Stoffe verdauen, ist ein ideales Düngemittel und wird bei Erdmischungen häufig verwendet. Durch die Verdauung ist das Humus mit wertvollen Nährstoffen und Bakterien aus dem Darm der Würmer versehen. Diese Nährstoffe werden im Humus gespeichert und können nur von Feinwurzeln der Pflanze aufgenommen werden. Dies macht Wurm Humus zu einem wertvollen, biologischem Düngemittel. Bei der Zucht von Cannabis und Hanfpflanzen sollte unbedingt hochwertige Erde verwendet werden, welche schon entsprechend vorgemischt direkt verwendet werden kann. Selbst mischen mit Humus und Perlit ist zwar möglich, aber nicht zu empfehlen!

Torf

Jiffy Torf / Torfquelltopf (Quelltablette)

Torf Jiffys sind kleine, in Netz gehüllte, gepresste Tabletten Torf, welche mit Zugabe von Wasser um ein vielfaches aufquellen und so die Basis für die Aufzucht von einem Cannabis-Steckling oder Samen bilden. Zudem sind genügend Nährstoffe im Torf vorhanden, um die Pflanze / den Samen die ersten Tage / Wochen zu versorgen.

Jiffy Torftopf

Die kleinen Torftöpfe werden mit Erde gefüllt und können so ebenfalls für die Anzucht von Klonen oder Sämlingen verwendet werden. Allerdings entziehen sie der Erde schnell Feuchtigkeit.

Substrate:

Cocos / Coco

Die gereinigten Fasern der Cocospflanze können ebenfalls als Medium für Cannabispflanzen verwedent werden. Kokoserde ist absolut Torffrei, zudem hat es eine sehr hohe Fähigkeit der Wasser- und Nährstoffaufnahme. Der hohe Luftanteil ist ebenfalls für ein optimales Wurzelwachstum zuträglich.

Coco Quellerde

Um Platz und Kosten zu sparen, wird Coco vornehmlich gepresst und als sogenannte Kokusquellerde oder Kokusziegel verkauft. Mithilfe der Zugabe von Wasser erreicht die Quellerde ein 5-6 faches ihres Volumens. Jiffy Coco / Cocoquelltopf (Quelltablette) Ähnlich wie die die Torfquelltabletten gibt es auch Kokusquelltabletten. Die Anwendung ist auch hier die gleiche: Mit Zugabe von Wasser erreicht der Kokus-Humus sein vollständiges Volumen.

Steinwolle

Steinwolle als neutrales Anzuchtmedium findet immer mehr Anhänger. Ob die Steinwolle nur für Jungpflanzen und Sämlinge oder während der ganzen Zucht verwendent wird, bleibt dabei dem Anwender überlassen. Das optimale Verhältnis von Luft und Feuchtigkeit in der Steinwolle ermöglicht den Cannabis- und Hanfpflanzen eine ideale Wurzelbildung und optimale Versorgung der Nährstoffe. 

Blähton (Hydrocorrels) 

Granulierter Blähton, Kugelblähton oder Hydro-Correls bezeichnen ein und das Selbe: Ein beliebtes Nährstoff- und Anzuchtmedium bei Hydrokulturen. Die lockere Aufschichtung der Kugeln ermöglicht eine optimale Versorgung mit Sauerstoff, zudem können sich die Wurzeln ungehindert ausbreiten. Durch seine besondere Eigenschaft ist das Substrat an jeder Stelle gleich feucht, es werden zur Messung der Feuchtigkeit sog. Feuchtigkeitsanzeiger verwerndet. Hydro-Correls sind biologisch und chemisch neutral, enthalten somit also keine eigenen Nährstoffe. Daher ist beim Kauf der zusätzlichen Nährstoffe besonders darauf zu achten, dass die Düngemittel für hydroponische Kulturen bzw. Blähton geeignet sind.

PU-Schaum

Auch PU-Schaum kann zur Anzucht verwendet werden, ist aber nur der Vollständigkeit halber gelistet und wird nicht empfohlen.

Perlite

Perlite bestehen aus Vulkangestein und werden der Erde untergemischt. Sie haben ebenfalls eine hohe Fähigkeit zur Wasseraufnahme, tragen zudem zur Lockerung der Erde bei und lassen sich bei Fertigmischungen mit bis zu 30% Anteil finden. Das Perlit kann auch als Untergrund bei hydroponischen Systemen verwendet werden, die Feuchtigkeit, welche im Perlit gespeichert ist, kann bei Bedarf an Wurzeln und Anzuchtmedium abgegeben werden.

Kalk

Kalk wird vornehmlich in den USA verwendet. Es dient der Regulierung des pH-Werts, ist aber für den europäischen Raum nicht verbreitet. 



 

» pH-Wert / EC-Wert


Der pH-Wert des Wassers / der Nährstofflösung ist für eine optimale Aufnahme der Nährstoffe durch die Pflanze absolut entscheidend. Daher sollte regelmäßig der pH-Gehalt der vorbereiteten Nährstofflösung überprüft und ggf. korrigiert werden. Hierzu kann sog. pH Plus (Up) o. Minus (Down) Lösung verwendet werden.

Der pH-Wert kennzeichnet den Säuregrad bzw. die saure, neutrale oder alkalische Reaktion eines Bodens. Die Skala reicht von 1 bis 14. Der pH-Wert 1 ist Salzsäure als sauerste Zustandsstufe, der pH-Wert 14 ist der alkalischste Bereich mit Natronlauge. Jeder Anstieg um 1 Wert auf der pH-Skala bedeutet einen zehnfachen Anstieg oder Abfall der sauren oder alkalischen Reaktion. So ist beispielsweise Wasser oder Boden mit einem pH-Wert 5 zehnmal saurer als Boden mit dem pH-Wert 6. Wasser mit einem pH-Wert 5 ist hundertmal saurer als Wasser mit einem pH-Wert von 7. Wir sehen also: Bei zehnfacher Differenz pro Skalenwert ist eine präzise Messung und Kontrolle von entscheidender Bedeutung für das Gedeihen der Pflanzen.

Cannabis gedeiht am besten bei einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7. In diesem Bereich kann Marijuana die vorliegenden Nährstoffe optimal absorbieren und verarbeiten. Bei zu niedrigem pH-Wert (saurer Boden) werden die Nährstoffe durch saure Salze gebunden und die Wurzeln können sie nicht aufnehmen. Ein alkalischer Boden mit hohem pH-Wert bewirkt, dass die Nährstoffe nicht mehr zur Verfügung stehen. Der toxische Anstieg des Salzgehalts wird die Wasseraufnahme der Wurzeln hemmen. Nährlösungen für Hydrokultur funktionieren am besten, wenn der pH-Wert etwas niedriger ist als der Richtwert für Böden - der ideale pH-Wert für Hydrokultur liegt zwischen 5,8 und 6,8. Manche AnbauerInnen arbeiten jedoch auch mit niedrigeren Werten und berichten, dass sie keine Probleme mit der Nährstoffaufnahme haben.

Die Messung des pH-Werts erfolgt in der Regel mithilfe einer Messlösung und einem kleinen, verschließbaren Reagenzglas. Dabei wird die zu messende Flüssigkeit in das Reagenzglas gegeben (etwa zur Hälfte), darauf folgen 2-3 Tropfen der Messlösung. Anschließend gut vermischen und kurz warten, danach die Farbe mit der Messtafel vergleichen und schon hat man den pH-Wert. Ist eine Korrektur nötig, unbedingt nur Kleinstmengen der Korrekturlösung dem Wasser hinzu geben! Die Konzentrate sind sehr effektiv!



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Mithilfe von digitalen pH-Messgeräten kann ebenfalls auf schnellem, wenn auch nicht kostengünstigem Weg der pH-Gehalt einer Nährstofflösung gemessen werden. Diese Messgeräte empfehlen sich jedoch nur bei Anbau von Hydrokulturen oder unter anderen Umständen, die für einen Homegrower meist nicht zutreffen ;)

Ebenfalls wichtig für eine optimale Aufnahme der Nährstoffe und Feuchtigkeit in den Wurzeln ist die elektrische Leitfähigkeit (Konduktivität) der Flüssigkeit / Nährstofflösung. Ohne hier unnötiges Wissen vermitteln zu müssen: der eL-Wert der elektrischen Leitfähigkeit sollte bei .... liegen.

Der EC-Wert (electric conductivity) beschreibt die Leitfähigkeit einer wässrigen Lösung und ist darüber ein Maß für die Anzahl an Ionen in der Lösung oder einfacher ausgedrückt: für die Düngerkonzentration.

Die Einheit der Leitfähigkeit (auch Leitwert genannt) ist das Siemens, Kurzzeichen S. Dabei gilt : 1 S = 1 A/V = 1/Ohm. Damit ist die elektrische Leitfähigkeit der Kehrwert des elektrischen Widerstandes.

Für Düngerlösungen sind Leitfähigkeiten im Milli-Siemens-Bereich interessant. Der EC-Wert entspricht der elektrischen Leitfähigkeit in Milli-Siemens. Für Hanf haben sich, je nach Wuchsstand und Phase der Pflanze sowie dem Phänotyp (Indica/Sativa) EC-Werte von 1.0 am Anfang bis 2.0 in der Endblüte bewährt.

Messbar ist der EC-Wert mit einem EC-Meter. Dies ist auf Erde nicht relevant, auf Hydro-Kulturen jedoch unerlässlich.

pH-Wert messen:

Den pH-Wert der Nährstofflösung oder des Bodens kann man auf verschiedene Weise bestimmen. Zu den gängigen Verfahren zählen Lackmuspapier, ein Indikator-Test oder ein elektronisches pH-Messgerät. Auch wenn man schnell zum Indikator-Test (vielen aus dem Chemie Unterricht bekannt) greift, sollte man gerade als Anfänger jedoch vorsichtig sein, kommt es nicht selten beim Ablesen der Farbskala zu Verwirrungen. Unbedingt sollte man bei allen Methoden streng nach Gebrauchsanweisung vorgehen, kauft man das Gerät vor Ort kann der Verkäufer auch eine kurze Einleitung geben, damit nichts falsch laufen kann.

Elektronische pH-Messgeräte sind vergleichsweise einfach in der Handhabung, allerdings gibt es preisgünstige und höherwertige Modelle. Die Low-Budget Gruppe der pH-Geräte sollte nur bei gelegentlichen Messungen verwendet werden. Gerade bei Hydrokulturen sollte jedoch ein hochwertiges pH-Messgerät verwendet werden.

EC-Wert messen (elektronische Leitfähigkeit):

Die elektronische Leitfähigkeit (electric conductivity) einer Nährstofflösung ist Maß für die Anzahl der Ionen innerhalb der Lösung. Kurz gesagt: Düngekonzentration. Der EC-Wert sollte während der Wuchs- und Blühperiode gesteigert werden, und zwar von anfänglich 1,0 auf 2,0 in der späten Blühphase. Logischerweise kann die Leitfähigkeit nur mit einem elektronischem Gerät gemessen werden. Günstige Geräte gibt es bereits ab ca. 35€. Die Geräte werden mit den Spitzen in die Lösung gehalten oder mithilfe eines Kabels fest im Nährstofftank plaziert und liefert so den EC-Wert. Von Zeit zu Zeit (siehe Gebrauchsanweisung) muss das EC-Meter kalibiert werden. Hierzu gibt es sogenannte Kalibierlösungen, mit welcher Hilfe das Gerät mit einer Messung wieder kalibiert und entsprechend wieder ein exaktes Messergebniss liefert.





 

» Nährstoffe & Dünger


Über die gesamte Wachstums- und Blühperiode, schon ab der 2. Woche können zur Stimulierung von Wurzeln und Wachstum bestimmte Nährstoffe dem Wasser zugesetzt werden, welche anfänglich vor allem die Wurzelbildung fördern, die für eine optimale Nährstoffaufnahme und gutes Wachstum unerlässlich ist.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, spezielle Bereiche der Pflanze zu versorgen. So kann je nach Bedarf die Wurzel, das Wachstum oder die Blüte der Pflanze stimuliert werden. Mit Komplexlösungen können auch alle Bereiche angesprochen werden, für die Aufzucht mit Cocosubstrat bzw. Hydrokulturen sind spezielle Nährstoffkonzentrate erhältlich.

Je nach Anzuchtmedium werden verschiedene Düngemittel und Nährstoffe angeboten. So ist zum Beispiel bei Hydrokulturen eine völlig andere Nährstoffzusammensetzung nötig als bei Anzucht in konventioneller Erde.

Bei all der Düngung sei noch folgendes gesagt: Wir möchten keine chemisch hochgezüchteten Pflanzen, sondern die bestmögliche natürliche Versorgung der Pflanzen gewährleisten. Daher sollte rechtzeitig vor der Ernte jedwege Nährstoffzugabe abgesetzt und die Wurzeln gut durchgespühlt (s.u.) werden. Die Pflanzen können schnell überdüngt werden. Viel bringt viel ist hier absolut nicht der Fall! Immer auf die Angaben der Hersteller achten, es handelt sich um hochkonzentrierte Nährstoffe! 


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